Jahrgangsmischung

An unserer Schule sind alle Jahrgänge altersgemischt organisiert. Es gibt die Jahrgänge 1-3 als sogenannte A-Klassen (sechs Klassen mit ca. 21 Kindern) und die Jahrgänge 4-6 als sogenannte B-Klassen (sechs Klassen mit ca. 21 Kindern).
Die Erfahrungen mit der Altersmischung in den A-Klassen beruhen auf mittlerweile zehn Jahren. In den oberen Klassen wird seit vier Jahren altersgemischt gearbeitet.
Die persönlichen Voraussetzungen unserer Lehrer*innen und die damit verbundene Akzeptanz gewährleisten den Erfolg dieser Arbeit.

In altersgemischten Gruppen lernen die Kinder miteinander und voneinander. Die dabei entstehende Übernahme von Verantwortung erzeugt Ich-Stärke und Selbstwertgefühl. Unterschiede werden als etwas Normales wahrgenommen, das soziale Verhalten wird positiv beeinflusst und das Konkurrenzdenken abgeschwächt.
Da die Individualität der Kinder berücksichtigt wird und Grundlage des Unterrichts ist, sind sowohl Unterforderung als auch Überforderung praktisch ausgeschlossen. Die leistungsstarken Kinder bewältigen mehr Lernstoff als in der traditionellen Form des Lernens und die leistungsschwachen Kinder werden besser gefördert.
Auffallend höher sind die sozialen Kompetenzen der Kinder, die fast automatisch in der familienähnlich funktionierenden Lerngruppe Übernahme von Verantwortung, Rücksichtnahme, Toleranz und Empathie bewirken. Der Unterricht erzeugt Selbstständigkeit und methodische Kompetenz, die sich in regelmäßigen Präsentationen bemerkbar macht.
Externe Begutachtungen (Inspektion, Vergleichsarbeiten) belegen die positiven Effekte unseres Handelns.

Als Hospitationsschule bitten wir ausdrücklich um Besuche, um sich den Unterricht anzusehen und Fragen zu stellen. Anmeldungen sind jederzeit und kurzfristig unter der Telefonnummer 432 21 01 möglich!

Das altersgemischte Arbeiten funktioniert unter folgenden Voraussetzungen:

  • veränderter Unterricht;
  • Vorhandensein von Differenzierungsmaterialien;
  • überzeugte Grundhaltung;
  • strukturierte Lehrpersönlichkeit;
  • feste Teamstrukturen.


Folgende Vorteile werden erzeugt:

  • Feste Klassenteams von Lehrer*innen und Erzieher*innen;
  • Verlässlichkeit;
  • kontinuierliche Unterrichtsentwicklung;
  • Kontinuität aller sonstigen Bedingungen;
  • unveränderte Räumlichkeiten, die für ein dreijähriges Curriculum eingerichtet sind;
  • hohe Identifikation der Unterrichtenden mit ihrem Arbeitsplatz;
  • hoher Grad an Kommunikation;
  • arbeitsteiliges Vorgehen;
  • unterrichtliche Routinen;
  • steigende diagnostische Fähigkeiten;
  • etabliertes Förderkonzept.